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Issai Schur (* 10. Januar 1875 in Mahileu, ? 10.
Januar 1941 in Tel Aviv) war ein Mathematiker, der die meiste Zeit seines Lebens in Deutschland arbeitete. Er studierte in Berlin, wo er 1901 promovierte, 1903 habilitierte und - nach fünf Jahren in
Bonn - 1919 zum Professor ernannt
wurde.
Obwohl er Jude war, lehnte er 1934 nach Hitlers
Machtübernahme Einladungen in die USA und nach Großbritannien ab, weil er sich in erster Linie als Deutscher sah. Dennoch wurde er 1935 von seinem Lehrstuhl entlassen und 1938 auf Betreiben Bieberbachs gezwungen, die
Preußische Akademie
der Wissenschaften zu verlassen. Unter weiteren Demütigungen emigrierte er nach Palästina, wo er an seinem 66. Geburtstag starb.
Als Student von Frobenius
arbeitete er über Darstellungstheorie von Gruppen, aber auch
in Zahlentheorie und sogar in theoretischer Physik. Am besten bekannt ist ein Nebenergebnis seiner Arbeiten, die Schur-Zerlegung von Matrizen, die
wichtige Anwendungen in der numerischen linearen Algebra hat.
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