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Mathematik Begriff Erklärung Injektivität Formel Hilfe Hausaufgabeb
Injektivität

Injektivität (injektiv oder linkseindeutig) ist eine Eigenschaft einer mathematischen Funktion. Sie tritt auf, wenn nie zwei verschiedene Elemente auf das Gleiche abgebildet werden, d.h. eine Funktion in beide Richtungen eindeutig ist. Eine injektive Funktion ist also (als Relation gesehen) links- und rechtseindeutig.

Im Unterschied zu einer bijektiven Abbildung ist dabei nicht unbedingt jedem Element der Wertemenge ein Wert des Definitionsbereichs zugeordnet (die Bildmenge ist also i.A. kleiner als die Wertmenge), so dass injektive Funktionen im Allgemeinen keine Umkehrfunktion haben, bzw. die Umkehrfunktion nicht vollständig definiert ist. Jede bijektive Abbildung ist übrigens auch injektiv, nicht aber umgekehrt.

Inhaltsverzeichnis
1 Definition
2 Beispiele und Gegenbeispiele
3 Geschichte
4 Verwandte Attribute

 

Definition

Sei f eine Funktion von X nach Y. f : X \to Y

f ist injektiv, wenn für alle y \in Y höchstens ein x \in X mit f(x) = y existiert.
(höchstens eins bedeutet eins oder keins, aber nicht mehr als eins)

alternativ:

f ist injektiv, wenn für alle x_1,x_2 \in X und y \in Y gilt: wenn f(x1) = y und f(x2) = y, dann x1 = x2.

Beispiele in unterschiedlicher Darstellungsform



Mengenkastendarstellung.



Mengenkastendarstellung.



Mengenwolkendarstellung.

 


 

Beispiele und Gegenbeispiele

Bezeichne \mathbb{R} die reellen Zahlen und \mathbb{S} das Intervall [0, ?). Gegeben seien die Funktionen

f1: \mathbb{R} -> \mathbb{R}, f1(x) = x²
f2: \mathbb{S} -> \mathbb{R}, f2(x) = x²
f3: \mathbb{R} -> \mathbb{S}, f3(x) = x²
f4: \mathbb{S} -> \mathbb{S}, f4(x) = x²

Dann ist

f1 nicht injektiv, nicht surjektiv, nicht bijektiv
f2 injektiv, nicht surjektiv, nicht bijektiv
f3 nicht injektiv, surjektiv, nicht bijektiv
f4 injektiv, surjektiv, bijektiv

 

Geschichte

Nachdem man generationenlang mit Formulierungen wie "eineindeutig" ausgekommen war, kam erst in der Mitte des 20sten Jahrhunderts mit der durchgehend mengentheoretischen Darstellung aller mathematischen Teilgebiete das Bedürfnis nach einer prägnanteren Bezeichnung auf. Wahrscheinlich wurde das Wort "injektiv" ebenso wie "bijektiv" und "surjektiv" in den 1930ern von Bourbaki geprägt. Als frühester Gebrauch im Englischen wird genannt [1] (http://members.aol.com/jeff570/mathword.html): Das Substantiv "Injektion" wurde 1950 von S. MacLane, das Adjektiv "injektiv" 1952 in den Foundations of algebraic topology von Eilenberg und Steenrod eingeführt.

 

Verwandte Attribute

Surjektivität, Bijektivität

Dieser Artikel ( Injektivität ) stammt aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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