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Induktion bzw. induktives Schließen bezeichnet in der Logik und den
Naturwissenschaften das Schließen "vom Besonderen auf das Allgemeine" zum Zweck des Erkenntnisgewinns.
| Inhaltsverzeichnis |
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1 Einführung
1.1 Beispiel 1
1.2 Beispiel 2
1.3 Siehe auch
2 Induktion in den Naturwissenschaften
3 Weblinks:
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Einführung
Im Gegensatz zur Deduktion ist diese Vorgehensweise nur unter bestimmten
Voraussetzungen gerechtfertigt, da Verallgemeinerungen mit Unsicherheiten behaftet sind.
Nach der Terminologie von Peirce verläuft die Schlussfolgerungsweise
über eine bekannte Regel und ein bekanntes Resultat auf einen Fall. Die in der Mathematik häufig angewendete vollständige Induktion ist nach dieser Definition eine
deduktive Methode. Denn sie ist - unter Voraussetzung des jeweiligen Axiomensystems - exakt gültig.
Beispiel 1
- Beobachtung: Ich beobachte in Schottland sehr viele Schafe und alle sind schwarz
- Induktive Schlussfolgerung: Alle Schafe in Schottland sind schwarz.
Beispiel 2
- Beobachtung: Ich halte Steine in die Luft und lasse sie los. Alle Steine, mit denen ich dies bis heute getan habe, fielen
hinunter.
- Induktive Schlussfolgerung: Steine werden auch in Zukunft hinunterfallen, wenn ich sie in die Luft halte und loslasse.
Siehe auch
- Abduktion, Fehlschluss
- These, Statistik, Nullhypothese, Rhetorik, Dialektik, Fehler 1.
und 2. Art
- Allinduktionismus
Induktion in den Naturwissenschaften
Alle Naturwissenschaften und auch die allermeisten Handlungen in unserem Alltag bauen auf dem so genannten Induktionsprinzip
auf, also auf dem Glauben, dass die Induktion funktioniert.
- Beispiel: Wenn ich Hunger habe, esse ich etwas. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass Essen den Hunger beseitigt und
schließe durch Induktion, dass dies in der Zukunft auch funktionieren wird.
Es ist nicht ohne weiteres klar, weshalb dieser Induktionsschluss erlaubt ist. Man könnte argumentieren, wir wissen aus
Erfahrung, dass der Induktionsschluss funktioniert. Wenn wir aber aus der Erfahrung auf die Zukunft schließen, wenden wir
Induktion an. Auf diese Weise können wir also nicht beweisen, dass die Induktion erlaubt ist. Viele Philosophen sind deshalb der Ansicht, das so genannte Induktionsprinzip könne nicht auf elementarere
Prinzipien zurückgeführt werden. (U.a. Karl Popper)
Siehe auch:
Eliminative Induktion, Fehlschluss, Hempels Paradox, Falsifizierbarkeit
Weblinks:
- Hypothese Tese Theorie (http://rosw.cs.tu-berlin.de/voelz/PDF/Gesetz_Hypothese.pdf)
- Merkmale wissenschaftlicher Theorien (http://www.uni-leipzig.de/~epsycho/Folien/- Allgemein/Allgemein.pdf)
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