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In der abstrakten Algebra heißt ein Körper F algebraisch
abgeschlossen, wenn jedes Polynom vom Grad >= 1 mit Koeffizienten in
F eine Nullstelle in F hat. In dem Fall zerfällt jedes
Polynom über F in Linearfaktoren. Ein Körper ist genau dann
algebraisch abgeschlossen, wenn er keine echte algebraische Erweiterung hat.
Beispielsweise ist der Körper der reellen Zahlen nicht algebraisch
abgeschlossen, denn das Polynom X2+1 hat in R keine Nullstelle. Der Körper C der
komplexen Zahlen dagegen ist algebraisch abgeschlossen. Diese Aussage
bildet den Fundamentalsatz der Algebra. Der
Körper der algebraischen Zahlen über Q ist
algebraisch abgeschlossen.
Ist ein Körper nicht algebraisch abgeschlossen, dann kann man ihm formal die Nullstellen von Polynomen über diesem Körper
hinzufügen, und unter Verwendung des Lemma von Zorn einen algebraischen Abschluss dieses Körpers konstruieren.
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