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Der Hamiltonoperator (Symbol ) beschreibt in der Quantenmechanik die Größe der
Gesamtenergie eines Systems. Der Zustand eines quantenmechanischen Systems kann durch
einen Vektor im abstrakten Hilbertraum charakterisiert werden. Die physikalisch beobachtbaren Größen wirken als hermitesche Operatoren auf diesen Vektor.
Der Hamiltonoperator entspricht der
beobachtbaren Größe der Gesamtenergie des Systems. Die Eigenvektoren von , als |a? notiert, liefern einen Satz linear unabhängiger Basisvektoren im Hilbertraum. Das Spektrum der erlaubten Energieniveaus des Systems ist durch die Eigenwerte
Ea gegeben:
.
Hier ist der hermitesche Operator. Der
Betrag der Energie ist immer eine reelle Zahl.
Je nach System, kann das Energiespektrum diskret oder kontinuierlich sein. In der Tat weisen Systeme häufig neben einem
diskreten Energiespektrum auch ein energetisch höherliegendes Kontinuum auf. Ein Beispiel dafür ist ein endlicher Potentialtopf,
in dem gebundene Zustände mit diskreten negativen Energien und freie Zustände mit kontinuierlich verteilten, positiven Energien
auftreten.
Der Hamiltonoperator beschreibt auch die zeitliche Entwicklung eines Quantenzustandes. Wenn |?(t)? der Zustand des
Systems zur Zeit t ist, dann
.
wobei h das Plancksche
Wirkungsquantum ist. Diese Gleichung ist die bekannte Schrödingergleichung. Wenn der Zustand zum Anfangszeitpunkt (t = 0) bekannt ist, können wir
die Gleichung integrieren und so den Zustand jedes beliebigen späteren Zeitpunkts erhalten. Wenn H selbst zeitunabhängig
ist, dann gilt:
.
wobei der Exponentialoperator auf der rechten Seite durch seine Reihendarstellung definiert wird.
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