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1 Definition
2 Darstellungsformen
3 Der Satz von Bohr-Mollerup
4 Funktionalgleichungen
5 Geschichtliches
6 Literatur
7 Weblinks
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Definition
Die Gammafunktion ist eine meromorphe Funktion, die definiert wird als

für x > 0. Die Gammafunktion besitzt keine Nullstellen.
Sie ermöglicht die Berechnung der Fakultätsfunktion für
nicht-ganzzahlige Werte und dient als Grundlage für die Definition der Gamma-Wahrscheinlichkeitsverteilung.
Für ganzzahlige positive Werte gilt
- ?(n) = (n - 1)!,
was sich aus der Funktionalgleichung

induktiv ergibt.
Darstellungsformen
Eine weitere Ausweitung des Definitionsbereichs erlaubt die Darstellung der Gammafunktion nach Gauß:
Direkt aus der Gaußschen Darstellungsform abgeleitet ist diejenige von Karl Weierstraß:
wobei die Eulersche Konstante ? definiert ist als

Näherungswerte der Gammafunktion für x > 0 liefert die Stirlingsche Formel

Der Satz von Bohr-Mollerup
Der Satz von Bohr-Mollerup (1922) erlaubt eine erstaunlich einfache
Charakterisierung der Gammafunktion.
Theorem: Eine Funktion G : (0;?) ? ist in diesem Bereich die
Gammafunktion, wenn folgende Eigenschaften erfüllt sind:
- G (1) = 1
- G (x+1) = x · G (x)
- G ist logarithmisch konvex
Funktionalgleichungen
Der Ergänzungssatz der Gammafunktion

erleichtert die Berechnung von Werten der Gammafunktion aus bereits bekannten Funktionswerten ebenso wie die
Legendresche Verdopplungsformel

Geschichtliches
1730 stellte Leonhard Euler in einem Brief an Christian Goldbach folgendes Integral zur Interpolation der Fakultätsfunktion vor:
![\Gamma(x) = \int_0^1 \left[\ln\left(\frac{1}{t}\right)\right]^{x-1} \mathrm{d}t](lexikon/Mathematik-Analysis-Gammafunktion-9.png)
(diese Funktionsdefinition geht durch die Substitution u = ln (1/t) in
die obige Form über)
Dieses Integral entdeckte Euler bei der Untersuchung eines Problems
aus der Mechanik, bei dem die Beschleunigung eines Partikels betrachtet wird.
Literatur
- E. Artin Einführung in die Theorie der Gammafunktion. Leipzig, Teubner 1931.
(nur noch in Bibliotheken erhältlich)
- K. Königsberger Analysis I. Heidelberg, Springer 2003, ISBN 3-540-40371-X.
Weblinks
- Die Gammafunktion bei Wolfram MathWorld (http://mathworld.wolfram.com/GammaFunction.html)
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