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Als Funktional bezeichnet man in der Mathematik eine
Funktion aus einem Vektorraum V in einen Zahlkörper K.
Meistens wird definitionsnotwendig angenommen, dass ein Funktional reellwertig ist (K=R); in der
Regel ist V ein Funktionenraum, also ein Vektorraum, dessen Elemente reell- oder komplexwertige Funktionen sind. Ein
Funktional ist somit eine Funktion von Funktionen.
Funktionale traten historisch erstmals in der Variationsrechnung auf. Die moderne Funktionalanalysis baut auf bestimmten Funktionalen auf, den linearen Operatoren.
Beispiel: das Integral über eine Funktion f: Rn?R,
,
ist ein Funktional (und ein linearer Operator) I: Rn*?R, wobei
Rn* den zu Rn dualen Raum aller Funktionen von Rn nach R bezeichnet.
Bisweilen, insbesondere in anwendungsnahen Texten, schreibt man eine funktionale Abhängigkeit (im Gegensatz zu der
gewöhnlichen funktionellen Abhängigkeit) mit eckigen oder geschweiften statt mit runden Klammern und nennt dabei eventuell ein
Dummy-Argument der Argumentfunktion, also I[f] oder I{f(x)} statt I(f).
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