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Fritz Alexander Ernst Noether (* 7. Oktober 1884 in Erlangen; ? 10. September 1941 in Orel,
Russland, erschossen) war eine deutscher Mathematiker.
Leben
Sein Vater, Max Noether, war
Mathematiker und Professor in Erlangen. Die bedeutende Mathematikerin Emmy Noether war seine ältere Schwester.
Fritz Noether studierte ab 1904 in Erlangen und München Physik und Mathematik. 1909 promovierte er mit der mit summa cum laude bewerteten Dissertation Über rollende
Bewegungen einer Kugel auf Rotationsflächen.
Der letzte Band des vierbändigen Werkes Über die Theorie des Kreisels von Felix Klein und Arnold Sommerfeld, der die
technischen Anwendungen der Kreiseltheorie behandelt, ist stark von Noether geprägt.
1911 habilitierte er an der Universität Karlsruhe mit der Arbeit Über den Gültigkeitsbereich der Stokesschen
Widerstandsformel. Nach einer Tätigkeit als Privatdozent wurde er 1918 zum
außerordentlichen Professor ernannt. Von 1922 bis 1934 hatte er den Lehrstuhl für Höhere Mathematik und Mechanik an der Universität in Breslau (heute Wroc?aw, Polen) inne.
Nachdem Noether 1934 als Jude aus rassischen Gründen in den Ruhestand versetzt worden war, emigrierte er in die UDSSR, wo er an der Universität im sibirischen
Tomsk eine Professur am Institut für Mathematik und Mechanik erhielt. Während der
sogenannten Stalinschen Säuberungen wurde Fritz
Noether in seiner Wohnung in Tomsk vom Geheimdienst NKWD verhaftet und wegen angeblicher
Spionage für Deutschland zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Albert
Einstein setzte sich in einem Brief vom 28. April 1938 an den sowjetischen Außenminister Maxim Litwinow vergeblich für den Mathematiker ein. Erst mit der Öffnung der Geheimarchive unter Michail Gorbatschow wurde bekannnt, dass Noether im Sommer 1941, d.h.
nach dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion, wegen angeblicher antisowjetischer Propaganda zum Tode verurteilt und am 10.
September 1941 in Orel erschossen wurde.
Bedeutende wissenschaftliche Tätigkeit
Die wissenschaftlich bedeutensten Leistungen Fritz Noethers liegen auf dem Gebiet der Funktionalanalysis. Er gilt als Erfinder der nach dem schwedischen Mathematiker Ivar Fredholm (1866 - 1927)
benannten Fredholm
Operatoren. In der russischen Literatur werden diese zumeist als Noethersche Operatoren bezeichnet.
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