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Eine affine Abbildung (auch affine Transformation oder lineare
Transformation) ist eine Abbildung zwischen zwei Vektorräumen (oder
affinen Räumen), die Kollinearitäten und Abstandsverhältnisse bewahrt.
Erklärung:
- Bewahrung der Kollinearität bedeutet, dass die Bilder von Punkten, die auf einer Geraden liegen (d.h. kollinear sind), wieder
auf einer Geraden liegen. Ebenso sind die Bilder paralleler Geraden wieder parallel.
Spezialfälle:
- Wenn die Abbildung bijektiv (umkehrbar eindeutig) ist, heißt sie
Affinität. Eine abstandsbewahrende Affinität heißt
Bewegung.
Abweichende Definitionen:
- Mitunter wird schon in der Definition der affinen Abbildung Bijektivität gefordert.
- In der Schulmathematik und manchen Anwendungsgebieten (zum Beispiel in der Statistik, siehe unten) wird die affine Abbildung
lineare Abbildung genannt. Im allgemeinen mathematischen Sprachgebrauch ist eine lineare Abbildung jedoch eine affine Abbildung ohne
Translationsanteil.
| Inhaltsverzeichnis |
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1 Koordinatendarstellung
2 Anwendungen
2.1 Lineare Transformation in der Statistik
2.1.1 Verteilungsparameter einer Zufallsvariablen X
2.1.2 Verteilungsparameter mehrerer gemeinsam
verteilter Zufallsvariablen
3 Siehe auch
4 Weblinks
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Koordinatendarstellung
Eine affine Abbildung setzt sich aus einer linearen Abbildung und einer Translation zusammen. Schreibt man die lineare Transformation als Matrix-Vektor-Produkt, so ergibt
sich die affine Transformation f aus der Matrix
A und dem Verschiebungsvektor t:

Die affinen Abbildungen umfassen alle linearen
Abbildungen (mit t=0) und ergänzen diese (z.B. Rotation, Skalierung, Scherung) um die Translationen.
Anwendungen
Affine Abbildungen kommen z.B. in der Kartographie und der Bildbearbeitung zur Anwendung. Innerhalb der Mathematik tauchen sie ebenfalls in verschiedenen Bereichen wie der Funktionentheorie auf. Häufige affine Abbildungen, die zum Beispiel in der Robotik oder Computergrafik Anwendung finden, sind
Translation, Rotation, Skalierung, Reflexion
(Mathematik) und Scherung.
Lineare Transformation in der Statistik
Als lineare Transformation werden affine Abbildungen beispielsweise in den statistischen Methoden eingesetzt.
Verteilungsparameter einer Zufallsvariablen X
Betrachtet wird eine Zufallsvariable X mit dem Erwartungswert EX und der Varianz
varX. Es wird eine neue Zufallvariable gebildet, die eine lineare Transformation von X ist,
- Y = a + bX,
wobei a und b reelle Zahlen sind.
Y hat dann den Erwartungswert
- EY = a + bEX,
und die Varianz
- varY = b2varX.
Speziell: Ist X normalverteilt, ist auch Y normalverteilt mit
den obigen Parametern.
Verteilungsparameter mehrerer gemeinsam verteilter
Zufallsvariablen
Betrachtet werden p viele Zufallsvariablen Xj (j = 1, ... , p). Man fasst diese Zufallsvariablen im Zufallsvektor x zusammen. Die Erwartungswerte werden
im Erwartungswertvektor ? und die Varianzen
und Kovarianzen in der Kovarianzmatrix ?
aufgeführt. Es wird ein Zufallsvektor y gebildet, der eine lineare Transformation von x ist,

wobei a ein q-dimensionaler Spaltenvektor und B eine (qxp)-Matrix (q ? p) sind.
y hat dann den Erwartungswertvektor : und die Kovarianzmatrix
.
Speziell: Ist x p-dimensional normalverteilt, ist y q-dimensional normalverteilt mit den obigen
Verteilungsparametern.
Siehe auch
- Affine Geometrie
- Affine Koordinaten
- Funktionaldeterminante
- Kollineare Abbildung
- Koordinatensystem
Weblinks
- "Algebra & Geometrie" von Bernhard Kabelka (http://fsmat.at/~bkabelka/math/algebra/linag1/15.htm)
- Vorlesungsskript "Algebra und Geometrie" von Hubert Grassmann
(http://www-irm.mathematik.hu-berlin.de/~hgrass/la.ps)
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