
exp. Wachstum
Einen Vorgang bezeichnet man als exponentiell, wenn die wesentliche beteiligte Größe sich mit Hilfe der Exponentialfunktion als exponentielles Wachstum
- N = N0e?t
oder als exponentielle Abnahme
- N = N0e - ?t
beschreiben lässt. Dies ist der Fall, wenn die Zunahme beziehungsweise Abnahme prozentual konstant, das heißt proportional zur Größe des
Bestandes ist.
Die Geschwindigkeit des Wachstums beziehungsweise der Abnahme wird
durch die Wachstumsrate beziehungsweise Zerfallsrate ? bestimmt, die mit der
Verdoppelungsrate beziehungsweise Halbwertszeit T folgendermaßen zusammenhängt:
- ?T = ln(2)
Dabei ist ln der natürliche Logarithmus.
Bei vielen Prozessen setzt sich das exponentielle Wachstum nicht unendlich fort, sondern verlangsamt sich, bis eine Sättigung eingetreten ist.
Exponentielles Verhalten ist in der Natur ein oft beobachteter Vorgang. Der mathematische Hintergrund dafür ist, dass die
obige Formel die einfachste gewöhnliche Differentialgeichung
- y'(t) = ?y(t)
erfüllt. Diese Gleichung besagt, dass die Änderung eines Wertes zu jeder Zeit proportional zu diesem Wert ist.
Beispiele
- Beispiele zur exponentiellen Abnahme wie etwa der radioaktive
Zerfall siehe unter Halbwertszeit.
- Bakterienkulturen wachsen in ihrem Anfangsstadium (unter geeigneten
Bedingungen) exponentiell.
- In der Gesellschaft wachsen Kapital oder Schulden bei einem festen Zins mit Zinseszins exponentiell.
- Die Gesamtmenge an (Fach-)Literatur wächst exponentiell - Die
Verdoppelungsrate beträgt etwa 20 Jahre, das entspricht einer Zunahme von etwa 3,5% pro Jahr.
- Auch die Menge der Artikel in Wikipedia wächst
exponentiell.
- Moore's Law
- Bierschaum zerfällt exponentiell. Es ist ein beliebtes Experiment in Schulen um die Zerfallsrate an einem Beispiel aus
dem Alltag darzustellen.
Siehe auch
NP und Polynomialzeit, logistische
Gleichung, hyperexponentiell
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