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In der Wahrscheinlichkeitsrechnung ist der
Erwartungswert einer Zufallsvariable jener Wert, von
dem man sich "erwartet", dass er sich bei einer oftmaligen Wiederholung des Experiments durchschnittlich ergibt. Er
errechnet sich als die Summe der Wahrscheinlichkeit jedes möglichen Ergebnisses des Experiments multipliziert mit dem "Wert" dieses Ergebnisses. Der Erwartungswert kann allerdings bei einem einzelnen
Experiment unwahrscheinlich oder sogar unmöglich sein.
| Inhaltsverzeichnis |
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1 Definition
2 Beispiel
3 Rechenregeln
3.1 Erwartungswert der Summen von n Zufallsvariablen
3.2 Lineare Transformation kX + d
3.3 Erwartungswert des
Produkts von 2 stochastisch unabhängigen Zufallsvariablen X und Y
4 Siehe auch
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Definition
Wenn die Zufallvariable X diskret ist
und die Werte x1, x2, ... mit den entsprechenden Wahrscheinlichkeiten
p1, p2, ... annehmen kann, errechnet sich der Erwartungswert E(X) als:
-
Er ist das erste Moment um Null.
Bei einer kontinuierlichen Zufallsvariable ist der Erwartungswert
über das Integral bestimmt. Hat die Zufallsvariable X eine
Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion
f(x), so ist der Erwartungswert

Die Erwartungswerte E[Xk] der Potenzen einer Zufallsvariable
nennt man Moment der Ordnung k.
Allgemein wird der Erwartungswert wie folgt definiert: Ist X eine P-integrierbare Zufallsvariable von
einem Wahrscheinlichkeitsraum (?, ?, P) nach
, wobei B die Borelsche ?-Algebra über ist, so definieren wir
-
Ist die Zufallsvariable X diskret oder besitzt sie eine Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion, stimmt der Erwartunsgwert mit obigen Darstellungen
überein.
Beispiel
Das Experiment sei das Würfeln mit einem Würfel. Die Zufallsvariable X ist die
gewürfelte Augenzahl. Die Wahrscheinlichkeiten pi, eine der Zahlen 1, ..., 6 zu würfeln, sind jeweils 1/6.

Wenn man also 1000 Mal würfelt, die geworfenen Augenzahlen zusammenzählt und durch 1000 dividiert, ergibt sich mit hoher
Wahrscheinlichkeit ein Wert in der Nähe von 3,5. Bei einem einzigen Wurf wird man aber nie 3,5 erhalten.
Rechenregeln
Erwartungswert der Summen von n Zufallsvariablen

Lineare Transformation kX + d
- E(kX + d) = kE(X) + d
Insbesondere:
- E(cX) = cE(X)
Erwartungswert des Produkts von 2 stochastisch unabhängigen Zufallsvariablen X und Y

Siehe auch
- Gesetz der großen Zahlen
- Parameter (Statistik)
- Moment (Statistik)
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