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Adam Ries

Adam Ries (* 1492 in Staffelstein (Oberfranken), ? [vermutlich Ende März] 1559 in Annaberg (Erzgebirge)) war ein deutscher Rechenmeister.

Viele kennen ihn unter dem Namen Adam Riese, Wissenschaftler und Biographien zitieren ihn jedoch in der Schreibweise Ries.

Adam Ries wirkte unter anderem in Erfurt und in Annaberg, wo er jeweils eine Rechenschule leitete und drei Rechenbücher verfasste:

  • Rechnung auff der linihen (1518) (Er beschreibt darin das Rechnen auf den Linien eines Rechenbretts, siehe Abakus (Rechentafel))
  • Rechnung auff der linihen vnd federn (1522) (Neben dem Rechnen auf dem Rechenbrett beschreibt er hier das Ziffernrechnen mit indischen/arabischen Ziffern. Das Werk erlebte mindestens 108 Auflagen.)
  • Rechenung nach der lenge auff den Linihen vnd Feder (1550) (oft zitiert unter dem Kurztitel "Practica")

Sein Algebra-Lehrbuch "Coss" (1524) konnte damals nicht gedruckt werden. Erst 1992 erschien im Verlag B.G. Teubner ein kommentierter Nachdruck des Manuskriptes.

Bemerkenswert ist, dass Adam Ries seine Werke nicht - wie damals üblich - in lateinischer, sondern in deutscher Sprache schrieb. Somit erreichte er einen großen Leserkreis und konnte darüber hinaus auch zur Vereinheitlichung der deutschen Sprache beitragen.

Der Ausspruch "macht nach Adam Ries(e)" wird heute gern gebraucht, um die Richtigkeit eines Rechenergebnisses zu unterstreichen.

Adam Ries gilt bei der breiten Masse als der Vater des modernen Rechnens und hat mit seinen Forschungen und Werken entscheidend dazu beigetragen, dass die römischen Zahlen als in der Praxis unhandlich erkannt wurden und weitgehend durch die wesentlich strukturierteren arabischen Zahlen ersetzt wurden.

 

Weblinks

  • http://www.adam-ries.de
  • http://www.adam-ries-bund.de
  • http://www.rz.tu-clausthal.de/Calvoersche_Bibliothek/on-line/Ries.php Digitales Faksimile des Rechenbuchs von 1550
Dieser Artikel ( Adam Ries ) stammt aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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