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Eine Ellipse ist in der Geometrie definiert als die Menge aller Punkte, für die die Summe der Abstände zu zwei gegebenen Punkten, den Brennpunkten F1 und F2,
konstant gleich 2a ist.

Es ergibt sich folgende Figur:

Die Punkte A und B werden Hauptscheitel genannt, a ist der Abstand zwischen Mittelpunkt und einem Hauptscheitel. Die Verbindungslinie von A und
B heißt Hauptachse. Analog sind C und D die Nebenscheitel, b ihr Abstand
vom Mittelpunkt und die Verbindungslinie die Nebenachse. Die Hauptscheitel sind die Punkte mit dem größten Abstand vom
Mittelpunkt, die Nebenscheitel diejenigen mit dem kleinsten. Haupt- und Nebenachse sind zu einander orthogonal .
Die Brennpunkte liegen im Abstand e, der linearen Exzentrizität, vom Mittelpunkt auf der Hauptachse. Die
numerische Exzentrizität ist
ein dimensionsloser Wert, der sich wie folgt ergibt:

Die Verbindungslinien zwischen den Brennpunkten und einem Punkt der Ellipse heißen Brennlinien. Die Brennpunkte
erhalten ihren Namen von einer bemerkenswerten Eigenschaft der Ellipse: Stellt man eine Lampe in einen Brennpunkt der Ellipse,
werden die ausgesendeten Lichtstrahlen von der Ellipse so reflektiert, dass sie sich im anderen Brennpunkt treffen. Diese
Eigenschaft hängt mit der Konstruktion der
Tangenten der Ellipse zusammen: Die Tangente in einem Punkt der Ellipse ist eine der Winkelsymmetralen der Brennlinien. Archimedes soll, so
will es die Legende, diese Eigenschaft ausgenützt haben um eine Flotte römischer
Kriegsschiffe in Brand zu setzen. Mit Schilden baute er einen Teil einer großen Ellipse, in deren einen Brennpunkt er ein Feuer
entzündete und in deren anderen Brennpunkt sich ein feindliches Schiff befand.
Die Decken mancher Höhlen ähneln einer Hälfte einer Ellipse. Befindet man sich in einem Brennpunkt dieser Ellipse, hört man
jedes Geräusch, dessen Ursprung im zweiten Brennpunkt liegt, stark verstärkt ("Flüstergewölbe").
Zwischen a, b und e gilt laut Satz
von Pythagoras der Zusammenhang: a2 = b2 + e2.

Die Ellipse ist ein Kegelschnitt, der entsteht, wenn der Schnittwinkel zwischen Ebene und
Kegelachse größer als der Öffnungswinkel des Doppelkegels ist. Der Kreis ist ein Sonderfall der Ellipse.
Zwei Ellipsen mit den selben Brennpunkten, nennt man konfokal.
Eine Ellipse, deren Mittelpunkt im Ursprung des Koordinatensystems liegt und deren Hauptachse mit der x-Achse zusammen fällt, nennt man Ellipse in 1. Hauptlage. In der ebenen analytischen Geometrie kann eine Ellipse in erster Hauptlage mit
folgender Gleichung dargestellt werden.

Gabriel Lamé verallgemeinerte die Ellipse (Lamésche Kurve, Superellipse).
Eine ihrer Anwendungen finden Ellipsen in der Astronomie, zum Beispiel in
den Keplerschen Gesetzen. Sie werden auch oft in Grafiken
verschiedenster Art verwendet. Österreichern sind sie zum Beispiel im
(alten?) ORF-Logo bekannt.
Wendet man die Ellipsendefinition im Raum an oder rotiert man eine Ellipse um ihre Hauptachse, entsteht ein Ellipsoid.
Konstruktion
Ellipsen lassen sich nur punktweise konstruieren, d.h. eine genaue Konstruktion wie zum Beispiel beim Kreis ist unmöglich. Mit
Hilfe der Krümmungskreise (siehe unten) und einem Kurvenlineal lässt sich aber auch zeichnerisch ein relativ genaues Bild der Ellipse erstellen. Um aber
zum Beispiel eine Gerade exakt mit einer Ellipse schneiden zu können braucht man besondere Konstruktionstechniken, welche die
Eigenschaften der Ellipse ausnützen.
Die Ellipse lässt sich am einfachsten zeichnen, wenn die beiden Brennpunkte und die Länge der Hauptachse angegeben ist. Dann
kann man einfach einzelne Punkte mittels der Ellipsendefinition konstruieren und diese "verbinden".
Um die Konstruktion zu vereinfachen, kann man zuerst die Scheitelkrümmungskreise bestimmen. Dies sind Kreise, die die Ellipse in der Nähe der Scheitel gut
annähern, da sie die selbe Krümmung besitzen wie die Ellipse in den
Scheiteln.
Eine Möglichkeit die Ellipse "genau" zu zeichnen ist die so genannte Gärtnerkonstruktion: Um ein ellipsenförmiges Blumenbeet zu erstellen befestigt man eine Schnur mit
der Länge 2a an zwei Pflöcken, die in den Brennpunkten stehen. Nun spannt man die Schnur und fährt mit einem
Markierungsgerät an ihr entlang. Diese Konstruktion ist natürlich in der klassischen Geometrie nicht erlaubt.
Ellipsenzirkel nach Frans van Schoten aus dem 17. Jahrhundert
Ebenfalls können Ellipsen mit Frans van Schootens
Ellipsenzirkel oder darauf beruhenden Nachbauten konstruiert werden. Der Gelenkmechanismus wurde von dem holländischen
Mathematiker im 17. Jahrhundert erfunden. Wenn man am Stift in Punkt
E zieht, zeichnet dieser eine Ellipse. Der Mechanismus ist an den Brennpunkten H und I auf der
Zeichenunterlage befestigt.
Mittels der Ellipsenkonstruktion nach De La Hire (auch Konstruktion nach Proklus) können Ellipsenpunkte
konstruiert werden, ohne dass die Brennpunkte angegeben sein müssen. Sind zwei konjugierte Durchmesser angegeben, kann man mit
Hilfe der Rytz'schen Achsenkonstruktion die Haupt- und Nebenscheitel (und -achsen) bestimmen.
Formelsammlung
Für eine Ellipse in Mittelpunktslage, große Halbachse längs der x-Achse gilt:

Parameterform:

Polarform:

Brennpunkte:

Flächeninhalt:

Umfang:

- Dieses Integral lässt sich nicht exakt berechnen. Es gibt aber verschiedene Näherungsverfahren:
-
E(k) ist Elliptisches Integral
-
-
relativer Fehler: 
Weblinks
Formeln zum Ellipsenumfang mit Beispielrechnung (http://www.mathematik-online.de/F57.htm#Ellipse)
Mehrere Links zu Ellipsenzirkeln: [1] (http://members.aol.com/geometrie11/koorgeom/vellipse.html) [2] (http://www.fh-lueneburg.de/u1/gym03/homepage/faecher/mathe/geometri/analytgeo/ellipsenzirkeleuk.htm)
[3] (http://home.eduhi.at/teacher/alindner/geonext/geonext/klasse4/ellipse/ell_zirkel_kreis.htm)
[4] (http://www.learn-line.nrw.de/angebote/selma/foyer/projekte/bielefeldproj2/plugin_cin/e_streifenkonstr.htm)
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