|
Effizienz ist das Verhältnis eines in definierter Qualität
vorgegebenen Nutzens zu dem eingesetzten Aufwand, der zur Erreichung des Nutzens nötig war. Als effizientes Verhalten bezeichnet man ein Verhalten, das nicht nur zur Erreichung eines gegebenen Zieles führt (Effektivität), sondern dabei den Aufwand
gering hält. Also: Effektivität bedeutet das Richtige tun; Effizienz bedeutet: etwas richtig tun.
Wichtig ist, hierbei das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, denn wird dieses nicht erreicht, kann von Effizienz natürlich
keine Rede sein. Da Effizienz heute ein Schlagwort bei Reformen in Staat, Verwaltung und Wirtschaft ist, ist das Bestehen auf der
vorgenannten Definition besonders wichtig, denn oft wird der ursprüngliche Zweck, etwa bei Einsparungen im Personalbereich, nicht
mehr oder nicht mehr vollständig erreicht. Eine Effizienz, die das Falsche tut, aber das gründlich ist nicht
anzustreben.
Der Begriff der Effizienz wird in verschiedenen Fachbereichen leicht unterschiedlich verwendet:
- In der Volkswirtschaftslehre spricht man von
Effizienz, wenn eine bestimmte Allokation von Ressourcen die Wohlfahrt aller Mitglieder der Gesellschaft maximiert.
- In der Betriebswirtschaft spricht man von Effizienz im Sinne der obigen Definition, "Das Richtige tun", analog auch
von Ökoeffizienz.
- In der Physik ist die Effizienz gleichbedeutend mit dem Wirkungsgrad einer Maschine oder
eines Prozesses.
- In der Informatik meint man mit Effizienz entweder Performanz (bei der Implementation) oder Komplexität (bei Algorithmen).
Siehe auch: Wirksamkeit, Optimierung, Effektivität
|