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Als Differenzierbarkeit bezeichnet man in der Mathematik
die Eigenschaft einer Funktion sich lokal um einen
Punkt in eindeutiger Weise linear nähern zu lassen.
Differenzierbarkeit ist in zahlreichen mathematischen Räumen
definiert.
Im einfachsten Fall betrachtet man eine reellwertige Funktion einer Variablen,
also eine Funktion aus den reellen Zahlen in sich selbst. In diesem Fall
heißt eine Funktion f differenzierbar an einer Stelle x0 ihres Definitionsbereichts, falls der
Grenzwert

existiert.
Sie heißt genau dann differenzierbar ohne Einschränkung auf einen speziellen Punkt, wenn sie an jeder Stelle ihres Definitionsbereichts differenzierbar ist. Grafisch lässt
sich dies so deuten, dass eine Funktion genau dann differenzierbar ist, wenn an jedem Punkt des Graphen von f genau eine
Tangente existiert.
Für viele mathematische Sätze ist nicht die Differenzierbarkeit, sondern die stetige Differenzierbarkeit relevant,
also die Frage, ob auch die differenzierte oder abgeleitete Funktion selbst noch eine stetige Funktion ist. Von ganz besonders großer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang die unendlich oft stetig
differenzierbaren oder glatten Funktionen.
Der Begriff der Differenzierbarkeit lässt sich ausdehnen auf
- mehrdimensionale Räume, wo partielle und totale Differenzierbarkeit unterschieden werden müssen.
- komplexe Räume, bei denen die reellen Zahlen durch komplexe
Zahlen ersetzt werden; hier liefert Differenzierbarkeit eine wesentlich stärkere Einschränkung einer Funktion
- gekrümmte Räume bzw. differenzierbare Mannigfaltigkeiten und
komplexe Mannigfaltigkeiten.
Siehe auch: Differentialrechnung
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