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Carry-Bit (engl.: to carry = tragen) ist ein
Begriff aus der Informationstechnologie. Er
bezeichnet ein Bit, welches den Übertrag
einer Berechnung darstellt, die in einem Prozessor vorgenommen wurde. Der Begriff
spielt vor allem bei der Entwicklung von Prozessoren und in der Assemblerprogrammierung eine Rolle.
Wie entsteht ein Carry-Bit?
Alle zur Berechnung in einem Prozessor vorgesehene Werte haben die gleiche
Speichergröße (n Bit). Diese Werte werden meist bitweise bearbeitet (durch 1-Bit ALUs). Entsteht bei der Bearbeitung einer Stelle ein
Ergebnis mit zwei Stellen, so wird die höherwertigere Stelle des
Ergebnisses als Carry-Bit an die nächste (auch die höherwertigere) Stelle der zu berechnenden Werte weitergegeben, damit diese
Stelle korrekt berechnet werden kann.
Was geschieht mit dem Carry-Bit?
Das Carry-Bit der Stelle n-1 also das Carry-Bit was bei der Berechnung des MSB entsteht,
wird meist mit dem Carry-Bit der Stelle n-2 verknüpft, um das Overflow-Bit (V-Bit) zu errechnen, welches einen Zahlenbereichsüberlauf signalisiert.
Außerdem wird das in
einem Statusregister gespeichert. Von
dort aus kann es von laufender Software genutzt werden, um zum Beispiel in mehreren
Rechenschritten Zahlen zu bearbeiten, die größer sind als die Bit-Breite der ALU. Meist wird
nur dieses Übertragsbit als C-Bit bezeichnet, da es das einzige ist, welches nach außen hin sichtbar ist. Die ALU-internen
Überträge werden in der Literatur oft mit der Variablen u bezeichnet.
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