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Der binomische Lehrsatz ist ein Satz der Mathematik, der es
in seiner einfachsten Form ermöglicht, die Potenzen eines Binoms x+y, also einen Ausdruck der Form

als Polynom n-ten Grades in den Variablen x und y auszudrücken.
Binomischer Lehrsatz für natürliche Exponenten
Es gilt für alle reellen oder komplexen Zahlen x und y und für alle natürlichen Zahlen n die Gleichung:

Die Koeffizienten dieses Polynoms sind wie folgt definiert:

(n! bezeichnet hierbei die Fakultät von
n)
Sie werden aufgrund ihres Auftretens im binomischen Lehrsatz als Binomialkoeffizienten bezeichnet. (Pascalsches Dreieck)
Für jedes einzelne n kann man diese Formel auch durch Ausmultiplizieren erhalten.
Binomische Reihe, Lehrsatz für komplexe Exponenten
Isaac Newton ist eine Verallgemeinerung des Theorems auf beliebige
reelle Exponenten ? mittels unendlicher Reihen zu verdanken. Dieselbe Aussage ist aber auch gültig, wenn ? eine beliebige komplexe
Zahl ist.
Der binomische Lehrsatz lautet in seiner allgemeinen Form:

Diese Reihe ist im Fall, dass ? nicht positiv und ganzzahlig ist, konvergent für alle mit | x / y | <
1.
Für geht Gleichung (2) aber in
(1) über und ist gültig für alle und
alle .
Die hier gebrauchten verallgemeinerten Binomialkoeffizienten sind definiert als

(Im Fall k = 0 entsteht ein leeres Produkt, dessen Wert als 1 definiert ist.)
Für ? = -1 und y = 1 ergibt sich aus (2) als Sonderfall die Geometrische Reihe.
Weiterführende Literatur
M. Barner, F. Flohr Analysis I. de Gruyter, 2000, ISBN 3-11-016778-6.
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