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Ein Abakus (von lat. abacus; griech. ????, ábax) ist ein einfaches mechanisches Rechenhilfsmittel.
Der Abakus ermöglicht komplizierte Rechenorperationen, die mit den römischen Ziffern, die keine Einer-, Zehner-,
Hunderterstellen aufweisen, nicht durchgeführt werden konnten. Er besteht aus einem Rahmen mit Kugeln oder Steinen, die auf
Stäben oder Drähten aufgefädelt bzw. in Schlitzen geführt werden. Die Variante mit Kugeln wird auch als russischer Abakus
(Stschoty, wohl von russisch Stschot (????), Rechnung) bezeichnet, weil er dort in dieser Ausführung verwendet
wurde. Je nach Ausführung kommen auch die Bezeichnungen Zählrahmen, Rechenbrett, Rechentuch oder Rechentisch vor. Die Kugeln oder
Rechensteine (lat. calculi) stellen dabei durch ihre Lage eine bestimmte Zahl dar,
d.h. es wird normalerweise ein Stellenwertsystem zu Grunde
gelegt. Beim russischen Abakus gibt es nicht die Einteilung wie in anderen Ländern, wo ein Teil der Kugeln abgetrennt ist, die
dann einen höheren Wert (normalerweise den fünffachen) haben. Dafür wird bei der russischen Version normalerweise noch ein
gesondertes Bruchrechnungsbrett verwendet.
Der Abakus wurde von der Antike ? in Europa von den Griechen und Römern ? (schon vor der allgemeinen Durchsetzung des arabischen Dezimalsystems) bis etwa ins 16. Jahrhundert benutzt. Heute wird er noch in
Asien, vor allem in China, bei kleinen Geschäften verwendet.
Neben den vier Grundrechenarten (Addition, Subtraktion, Division,
Multiplikation) ist unter anderem auch das Wurzelziehen mit Hilfe eines Abakus möglich.
Als das älteste erhaltene Rechenbrett (ca. 300 v. Chr.) gelten die Salaminischen Tafeln (Nationalmuseum in Athen). Auch der deutsche Rechenmeister Adam Ries beschrieb
die Anwendung von Rechenbrettern in seinem Werk "Rechenbuch auff Linien und Ziphren in allerlei Handthierung / geschäfften und
Kaufmanschafft".
Die geläufigsten Formen sind der römische Abakus, das chinesische Suanpan (??), das
japanische Soroban (???) und die bereits genannte russische Stschoty (?????).
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