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In der Mathematik bezeichnet der Limes oder
Grenzwert eine Größe, die durch eine spezielle Vorschrift, die Grenzwertbildung, definiert ist. Diese Vorschrift
kann unterschiedlich formuliert sein; oft handelt es sich um eine Folge von Schritten, die Approximationen des
Grenzwertes darstellen. Dabei kann es vorkommen, dass keiner dieser Approximationsschritte den Grenzwert selber erreicht.
Stattdessen nähern sich die Einzelwerte immer mehr an den Grenzwert an.
Die Notation für den Grenzwert einer Funktion f(x), wenn x gegen den Wert a strebt,
lautet folgendermaßen:

Hier kommt die Variable x mit ihrem Wert beliebig nah an a
heran, muss diesen Wert aber nicht erreichen (z.B. dann nicht, wenn f für a nicht definiert ist). Die
Limesbildung ist wesentlich für die Infinitesimalrechnung.
| Inhaltsverzeichnis |
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1 Beispiel
2 Limes einer Folge
2.1 Erläuterung
2.2 Beispiele
3 Verallgemeinerung
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Beispiel
Wenn man bei der Funktion y = f(x) = 1/x den x-Wert immer größer werden lässt, so
kommt y der (Zahl) Null beliebig nahe.

Limes einer Folge
Erläuterung
Eine reelle Zahl a ist der Limes einer Folge
(an) reeller Zahlen, falls der Abstand zwischen
"schließlich allen" Folgegliedern und a beliebig klein wird.
| an - a | < ? für alle n>N gilt, dann heißt die
Folge (an) konvergent und zwar gegen den Grenzwert a. Kurz:
Man beachte, dass der Index N von ? abhängen darf. Um also z. B. zu beweisen, dass die
Folge (1/n) gegen 0 konvergiert, wählt man zu vorgegebenem ? als N z. B. die kleinste
natürliche Zahl, die größer als 1/? ist. Daher gilt für alle n>N:

Die erste Ungleichung folgt dabei aus n>N (bei Kehrwertbildung dreht sich in Ungleichungen das Relationszeichen
um), die zweite aus N > 1 / ?.
Beispiele
- Die konstante Folge (bn) mit bn=1 ist konvergent gegen 1.
- Die Folge (cn) mit (cn)=1/n konvergiert gegen 0 und wird Nullfolge genannt.
- Die Folge (en) mit en=(1+1/n)n ist konvergent gegen die Eulersche Zahl e.
- Die Folge (cn) mit cn=(-1)n ist nicht konvergent, besitzt jedoch zwei konvergente Teilfolgen für gerade und ungerade n.
Verallgemeinerung
Der Abstand zwischen den Folgengliedern und dem Grenzwert wurde als Betrag der Differenz angegeben. Sind die
Folgenglieder keine reelle Zahlen, sondern z.B. Punkte in einem dreidimensionalen Raum, so wird der Betrag der Differenz durch
eine Norm der Differenz oder noch allgemeiner durch eine
Metrik ersetzt. Der Rest der Definition überträgt sich reibungslos.
Siehe Konvergenz.
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