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Lewis Fry Richardson

Lewis Fry Richardson (* 11. Oktober 1881 in Newcastle upon Tyne, England; ? 30. September 1953 in Kilmun, Argyll, Schottland.) war ein britischer Mathematiker und Friedensforscher. Er war das jüngste von sieben Kindern von Catherine Fry und David Richardson.

Inhaltsverzeichnis
1 Prägung und Bildung
2 Meteorologische / mathematische Forschung
3 Friedensforschung
4 Veröffentlichungen

 

Prägung und Bildung

Nach dem Besuch der Grundschule in Newcastle ging er ab 1894 auf die Bootham Schule in York, die 1823 als Schule für Söhne wohlhabender Quäker gegründert wurde. Dort begann er sich unter dem Einfluss von J. Edmund Clark für die Meteorologie zu interessieren.

Als Kind von Quäkern wurde er zu konsequentem Pazifismus erzogen, der während seiner Ausbildung an der Bootham Schule weiter gefestigt wurde. Dort verfestigte sich auch seine Auffassung, dass sich die Wissenschaft der Moral unterzuordnen habe.

Ab 1898 besuchte für zwei Jahre das Durham College wo er Mathematik, Physik, Chemie, Botanik und Zoologie studierte.

Danach promovierte er am King's College, Cambridge wo seine Arbeit als hervorragend gut beurteilt wurde.

 

Meteorologische / mathematische Forschung

Als Mathematiker und Physiker widmete er sich er der Frage, wie man meteorologische Vorhersagen mit Hilfe mathematischer Modelle erzeugen könne. Dabei entwickelte er Methoden, die in neurerer Zeit große Bedeutung bei der Simulation komplexer Phänomene mit Hilfe von Parallelrechner gewonnen haben. Dabei wird der Raum in dem sich das Geschehen abspielt in kleinere Raumabschnitte aufgeteilt. Die Idee ist nun den Zustand eines jeden dieser Raumabschnitte mit einem einfachen Modell zu berechnen. In einem weiteren Schritt werden dann die Ergebnisse der einzelnen Parzellen mit denen der Nachbarparzellen in Verbindung gebracht. Auf diese Weise wird das sehr komplexe Simulationsproblem in eine Menge vieler kleinerer Probleme zerlegt, die weitgehend unabhängig voneinander gelöst werden können; z.B. von Rechenknoten in einem Computercluster oder zu Richardsons Zeiten von Personen, die mit Papier und Bleistift arbeiteten.

Diese Ideen soll er während seines Kriegsdienstes im Ersten Weltkrieg entwickelt haben. 1920 wurde das Meteorologische Institut an dem er arbeitet dem britischen Luftfahrtministerium unterstellt. Bald traten Vertreter des Militärs an ihn heran, die sich für seine meteorologischen Modelle in Zusammenhang mit der Verbreitung von Giftgas in der Atmosphäre interessierten. Richardson weigerte sich und kündigte.

 

Friedensforschung

Im weiteren Verlauf seines Lebens untersuche er wissenschaftlich kriegerische Konflikte und wie sie zu verhindern seinen. Die Ergebnisse dieser Forschung veröffentlichte er in mehreren Büchern.

 

Veröffentlichungen

(unvollständig)

  • Weather Prediction by Numerical Process, (1922)
  • Arms and Insecurity, (1949)
  • Statistics of Deadly Quarrels, (1950)
Dieser Artikel ( Lewis Fry Richardson ) stammt aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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